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#BG2GETHER Frage des Monats hoch

Als Hand­bal­ler ist mir das Gepo­se im Bas­ket­ball meist etwas zu viel. Aber eine Sache habe ich damals doch ger­ne aus der NBA über­nom­men: wenn mir als Abwehr­spie­ler eine gute Akti­on gelun­gen ist, dann habe ich mei­nem Gegen­spie­ler ger­ne mal laut­stark ein "not in my house!" ent­ge­gen gewor­fen. Aber trifft die­ser Aus­spruch auch auf das Anpas­sen von Regeln zu? Denn um die­se Kern­fra­ge geht es in die­sem Monat bei der#BG2GETHER-Aktion. Kon­kret lau­tet das aktu­el­le Fragebündel:

"Hausregeln: Himmel oder Hölle? Spielst Du mit Hausregeln oder ist das ein No-Go für Dich? Hast Du selbst schon einmal Hausregeln eingeführt oder warst Du schon mal gezwungen, mit welchen zu spielen? Welches Spiel war betroffen?"

Haus regeln
Haus regeln

Für die ganz Eili­gen: Ja, bei uns gibt es ab und zu auch mal Haus­re­geln. Das ist zwar nicht die Regel, aber manch­mal sehen wir uns schon dazu genö­tigt. Meis­tens dann, wenn der Aus­tausch von Kar­ten aus einer offe­nen Aus­la­ge nicht regel­mä­ßig statt­fin­det. Bei­spie­le dafür wären DUNE: IMPERIUM oder FLÜGELSCHLAG. Wobei inter­es­san­ter­wei­se bei FLÜGELSCHLAG mit der OZEA­NI­EN-Erwei­te­rung nun Vogel­funk­tio­nen ins Spiel kom­men, die die­se Haus­re­ge­lung unnö­tig machen – was aber auch zeigt, dass die­ses Pro­blem von der Autorin bewusst ange­gan­gen wurde.

Bevor es aller­dings dazu kommt, Haus­re­geln zu nut­zen, wird das Spiel öfters nach den eigent­li­chen Regeln gespielt. Bei der Ent­wick­lung haben sich genü­gend Köp­fe zahl­rei­che Gedan­ken zu den Regeln gemacht, da muss ich nicht gleich nach Lesen der Anlei­tung mit Ände­run­gen vor­pre­schen. Erst wenn auf Dau­er ein unbe­frie­di­gen­des Gefühl bleibt, dann den­ken wir über leich­te Anpas­sun­gen nach. Aller­dings muss dafür schon das Grund­ge­rüst über­zeu­gen. Ist näm­lich das Spiel kom­plett reiz­los, dann wird es auf Dau­er bei­sei­te gelegt. Es gibt bekannt­lich genü­gend andere.

Eini­ge Haus­re­geln ent­stan­den übri­gens auch dadurch, dass wir die Anlei­tung falsch inter­pre­tiert haben und feh­ler­haft spiel­ten. Manch­mal haben wir uns dann so an das falsch spie­len gewöhnt, dass die eigent­li­che Regel igno­riert wird. Lei­der fällt mir dazu aktu­ell kein Bei­spiel ein – wahr­schein­lich weil sich das so ein­ge­brannt hat, dass ich das nicht mehr parat habe. In die­sem Zusam­men­hang kann man auch von man­chen Klas­si­kern reden, von denen man wohl nie selbst die Regeln gele­sen aber schon zig Par­tien durch­ge­führt hat (um hier end­lich im Blog auch mal MONOPOLY auf­füh­ren zu können).

Wich­tig ist mir aber, dass sol­che Haus­re­geln nur in Maßen ein­ge­setzt wer­den. Ich ken­ne eini­ge Per­so­nen, die zu fast jedem Spiel Haus­re­geln parat haben. Doch nur in den sel­tens­ten Fäl­len ver­bes­sern die­se dann das Spiel. Meist wird dahin­ge­gen der Cha­rak­ter dadurch so deut­lich ver­än­dert, dass ich mich fra­ge, war­um über­haupt das Spiel noch als sol­ches gespielt wird. Bei solch auf­ge­bohr­ten Haus­re­gel-Exzes­sen klin­ke ich mich dann meist aus, weil das sel­ten schö­ne Spiel­erleb­nis­se sind.


Noch mehr Inter­es­se an Haus­re­geln – oder an Argu­men­ten dage­gen? Dann folgt doch den unten auf­ge­führ­ten Links:

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